Antonio Balmelli
Den Landwirtschaftsbetrieb der Balmellis in Broglio gibt es erst seit Kurzem. Als gelernter Bauer war Antonio in seinem Job als Fahrer für Tiertransporte nicht glücklich. Er sehnte sich nach dem nahen Kontakt mit Tieren und der produktiven Arbeit als Landwirt. Seine Frau Priska ist LKW-Fahrerin. Als Pferdebesitzerin ist sie ausgesprochen tierlieb und findet die Idee eines eigenen Hofes mit vielen Tieren als Erfüllung ihrer geheimsten Wünsche.
Das Ehepaar hat die ganzen Ersparnisse in den Bau einer eigenen Scheune gesteckt. Jede freie Stunde haben die beiden damit zugebracht ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Inzwischen hat der Betrieb rund 60 Ziegen, fünf Pferde und fünf Kühe. Die Tiere erfordern täglich mindestens zehn Stunden Arbeit. Priska arbeitet aus finanziellen Gründen immer noch als LKW-Fahrerin. Ihre Freizeit widmet sie ganz der Arbeit mit den Tieren.
Die Ziegen werden alle von Hand gemolken. Bei der grossen Menge an Milch, die täglich anfällt, war es für Antonio und Priska naheliegend, dass sie die Milch gleich vor Ort weiterverarbeiten. Damit würden sie ihren Betrieb endlich gewinnbringend führen können. Sie haben von Anfang an einen speziell abgesonderten Raum für die Molkerei geplant. Sie könnten dort sogar noch die Milch von anderen Bauernhöfen verarbeiten.
Trotz dem grossen Elan und der Leidenschaft des Ehepaars droht ihr gemeinsamer Traum nun zu platzen. Die Vorschriften für den Betrieb einer Molkerei erfordern heutzutage Investitionen in der Höhe von 100‘000.- Franken! Die zu Beginn versprochenen kantonalen Subventionen sind ausgeblieben. Für Antonio und Priska ist eine Welt zusammengebrochen. Den Betrieb mit all den Mühen und Entbehrungen ohne Gewinn zu führen macht keinen Sinn. So müssen die beiden auch weiterhin auf Kinder in ihrem Leben verzichten.
Unsere Stiftung setzt alles daran Bauernbetriebe wie jene von Priska und Antonio zu unterstützen. Sie sind uns ein Vorbild in ihrem Umgang mit ihren Ressourcen. Ihre Liebe zur Natur und den Tieren ist in jedem ihrer Handgriffe spürbar. Diese wundervolle Leidenschaft möchten wir fördern.










