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Alp Larecc

Auf dem Gebiet der früheren Gemeinde von Broglio (heute Lavizzara) befindet sich die Alp Larecc mit ihrer jahrhundertealten Alpkultur. Vor sechzig Jahren tummelten sich noch Ziegen und Kühe auf den saftigen Wiesen unserer Alpe Larecc. Jahrhundertelang galt sie als Symbol einer blühenden Schweizer Alpwirtschaft. Unseren Ahnen diente die Alp als wichtige Einnahmequelle und wurde hege bewirtschaftet und liebevoll gepflegt.

Heute liegt die Alp Larecc auf 1700m ü. M. brach. Mit der Modernisierung wurde das traditionelle Leben in unseren Bergen zunehmend vertrieben. Heute sind die Weideflächen von wildwuchernden Sträuchern und Bäumen überwachsen. Unsere geschichtsträchtigen Steinhäuser stehen vor dem Zerfall. Das Bild, das sich uns offenbart, ist traurig.

Wir von der Fondazione Lavizzara möchten ein Zeichen setzen und diesen bedeutungsvollen Ort wiederbeleben. Damit möchten wir unserer Talbevölkerung im Lavizzaratal helfen, neuen wirtschaftlichen Aufschwung zu erhalten. Wir sind der Meinung, dass die naturverbundene Landwirtschaft für unsere kommenden Generationen erhalten bleiben muss. Unsere Bergbauern lehren uns über das ehrwürdige, respektvolle Leben in unseren Tessiner Bergen, im Einklang mit der Natur.

Das Hauptziel unseres Projekts ist die Wiederbelebung der Alpe Larecc. Dies umfasst die Rückgewinnung und Kultivierung der wichtigsten, von Wald und Rhododendren überwucherten Viehweiden, den Wiederaufbau und die Renovation von Gebäuden und Brunnen, den Bau von Wasserleitungen und die Instandsetzung von Zugangspfaden für das Vieh. In den vergangenen Jahren haben Lawinen und Geröllmassen grosse Teile der Pfade unter sich begraben.

Auch die Gebäude auf der Alp Larecc befinden sich in einem desolaten Zustand. Sowohl der Bauernhof für die Hirten, welcher derzeit als Unterkunft für Jäger und Wanderer dient, als auch der Stall, dessen Struktur dem geplanten Viehbestand auf der Alp angepasst werden soll, benötigen fast einen kompletten Wiederaufbau.

Es gibt noch viel zu tun. Von unserem Engagement profitieren neben unseren hoffnungsvollen Bergbauern auch Naturfreunde und Wanderer.